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15.05.2017
Erschienen in: 05/2017  aerokurier

FörderprogrammDritte Saison für Top Hawk

Das Top-Hawk-Programm von Textron Aviation wächst weiter: Der amerikanische Konzern stellt fünf Flugschulen an Universitäten eine Skyhawk zur Verfügung. Ziel des Projekts ist es, den Nachwuchs für die Luftfahrt zu begeistern.

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Textron Aviation plant bereitsv den Ausbau des Programms. Foto und Copyright: Joel Coleman, Liberty University

Das Top-Hawk-Programm wurde 2015 von Textron Aviation lanciert, um Studenten amerikanischer Universitäten Karrieremöglichkeiten in der Luftfahrtindustrie aufzuzeigen. Für die Dauer eines Jahres stellt das Unternehmen Flugschulen eine Cessna Skyhawk unentgeltlich zur Verfügung. Das Schulungsflugzeug kommt im Ausbildungsbetrieb und bei Flugshows, Fly-ins und Konferenzen zum Einsatz. Einzelne Fluglehrer erhalten zudem die Chance, ein Sommerpraktikum bei der Cessna Aircraft Company in Kansas zu absolvieren. Dabei nehmen sie Einblick in die unterschiedlichen Abteilungen des Konzerns und können ihre pädagogischen Kenntnisse im Employees Flying Club vertiefen. Zum Schluss treten die Teilnehmer in einem Wettbewerb gegeneinander an und kämpfen um den Titel des „Top Hawk“.

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Der erste Top-Hawk-Titel ging an Evan Thrams, der 2015 durch fliegerisches Können und pädagogische Fähigkeiten überzeugte. Foto und Copyright: Joel Coleman, Liberty University

Evan Thrams war der erste Pilot, der sich „Top Hawk“ nennen durfte. Er setzte sich gegen drei Konkurrenten durch und brillierte beim Streckenflug und der Ziellandung. Zudem führte er die meisten Schnupperflüge durch, und die ihm zugewiesenen Schüler schnitten bei der abschließenden Evaluation besonders gut ab. Der Fluglehrer schult seit seinem zweiten Studienjahr für die Liberty School of Aeronautics in Virginia und besitzt die Berechtigung zur Einweisung auf mehrmotorige Flugzeugmuster und Instrumentenflug. Die zur Verfügung gestellte Cessna Skyhawk legte in diesen drei Monaten 8500 Meilen (15 740 km) zurück, um an 34 Orten für das Flight-Training-Affiliate-Programm des Ausbildungsbetriebs zu werben.

„Das Top-Hawk-Programm hat unsere Erwartungen in seinem Einführungsjahr weit übertroffen“, betonte Doug May, Vice President Piston Aircraft, bereits im Juli 2015. Das Programm wurde fortgeführt und geht dieses Jahr in die dritte Runde.

Aktuell fliegen die Flugschulen der Eastern Kentucky University,  Ohio State University, Auburn University, Southern Illinois University Carbondale und Louisiana Tech University eine Cessna aus dem Top-Hawk-Programm. Ausgewählt wurden sie anhand ihres Engagements im Bereich der Allgemeinen Luftfahrt – dazu zählen die Teilnahme an und die Organisation von Flugtagen, Wettbewerben und Rekrutierungsevents – sowie deren Bereitschaft, dieses Engagement weiter auszubauen und auch für das unternehmens-
interne Praktikum sowie die Cessna Skyhawk zu werben – eine Win-Win-Situation für beide Parteien.

Unterstützt wird das Programm inzwischen auch von den Unternehmen Garmin und Bose, die jeder Schule ein G1000-Datenbank-Abo, einen GDL39-ADS-B-Empfänger, ein Garmin-Pilot-Abo, eine Virb-XE-HD-Kamera und ein A20-Headset zur Verfügung stellen.

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Die diesjährigen Teilnehmer des Top-Hawk-Programms. Foto und Copyright: Textron Aviation

Das Top-Hawk-Programm ist nicht das erste Projekt, das Tex-tron Aviation in Zusammenarbeit mit Flugschulen verwirklicht. Bereits bei der „Discover Flying Challenge“ ermöglichte es der Konzern amerikanischen College-Piloten, fünf Wochen lang an Fly-ins und Flugshows teilzunehmen, um für die Fliegerei zu werben. Darüber hinaus ist man bestrebt, den Bekanntheitsgrad des Cessna-Pilot-Center-Networks zu vergrößern. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von weltweit mehr als 160 Flugschulen, bei denen das Cessna-Flight-Training-System Verwendung findet. Das Ausbildungsprogramm soll besonders effizient sein und den Schüler schneller zur Privatpilotenlizenz führen. Bislang wird das Top-Hawk-Programm ausschließlich in den Vereinigten Staaten angeboten. Konzernsprecherin Nikki Riemen versichert jedoch, dass es Textron Avia­tion ein Anliegen ist, das Förderprogramm für die General Aviation weiter auszubauen, und vielleicht wird schon bald Europas „Top Hawk“ gekürt.

aerokurier Ausgabe 05/2017

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